Du willst in andere Länder verkaufen. Super Idee. Aber Internationalisierung ist kein „Übersetzen und fertig“. Wenn du es zu schnell machst, bekommst du im Shop gemischte Sprachen, krumme Preise, falsche Steuern und ein Checkout, der Kunden nervt.
Wenn du es sauber planst, wirkt dein Shop im Ausland so, als wäre er dort gebaut worden. Sprache passt. Währung passt. Versand passt. Und dein Team weiß, wie Inhalte gepflegt werden. Das ist der Unterschied zwischen „wir sind jetzt international“ und „warum schreibt niemand zurück und warum springen alle ab“.
Wenn du Shopware nutzt, starte mit der offiziellen Doku zur Internationalisierung. Sie zeigt dir die wichtigsten Stellschrauben im System: Shopware 6 Internationalisierung in der Dokumentation
1) Bevor du klickst: Entscheide dein Setup
Die wichtigste Frage kommt zuerst. Willst du pro Land einen eigenen Shop, oder willst du alles in einem System abbilden. Beide Wege funktionieren. Beide Wege haben einen Preis, nur an anderer Stelle.
Meine Faustregel ist simpel. Wenn du pro Land stark andere Sortimente, andere Preise, andere Steuern und eigene Teams hast, trenne stärker. Wenn du viel gemeinsam nutzt und nur Sprache, Währung und Versand variieren, bleib näher zusammen.
Diese Entscheidungen solltest du vorab festnageln
- Welche Länder sind Startländer, welche sind später dran
- Welche Sprachen und welche Schreibweisen, zum Beispiel de-DE vs de-AT
- Welche Währungen sind Pflicht, welche sind „nice to have“
- Welche Preislogik nutzt du je Währung, Umrechnung oder eigene Preise
- Welche URL-Strategie nutzt du, Domain, Subdomain oder Pfad
- Welche Inhalte sind lokal, welche sind global, zum Beispiel Rechtstexte oder Versandinfos
Und jetzt die unromantische Wahrheit. Wenn du diese Punkte nicht klärst, wird jeder spätere Schritt teurer. Weil du dann im Livebetrieb umbauen musst. Und Liveumbauten sind wie Haare selbst schneiden. Kann klappen. Aber meistens heulst du danach kurz.
2) Mehrsprachigkeit ist ein Prozess, kein Schalter
In beiden Systemen kannst du Sprachen aktivieren. Aber die eigentliche Arbeit passiert danach. Produkte, Kategorien, CMS-Seiten, E-Mails, Zahlungsarten, Versandtexte, Rechtstexte, PDF-Dokumente. Alles hat Sprache. Und alles braucht Qualität.
Wenn du nur Produktnamen übersetzt, aber deine E-Mails auf Deutsch bleiben, wirkt es wie ein Fake-Shop. Kunden merken das sofort. Und sie werden nicht „trotzdem“ bestellen. Sie gehen. Ohne Drama. Einfach weg.
Praktische Tipps für Übersetzungen, die nicht nach Maschine klingen
- Schreibe zuerst eine klare deutsche Basisversion, bevor du übersetzen lässt
- Nutze ein Glossar für Produktbegriffe und Markenwörter, damit alles konsistent bleibt
- Lege Tonalität fest, du oder Sie, kurz oder ausführlich, technisch oder emotional
- Teste jede Sprache im Checkout mit echten Personen, nicht nur im Backend
Wenn du viele Inhalte hast, denk über einen Übersetzungsworkflow nach. Zum Beispiel: Export, Übersetzung, Review, Import, Freigabe. Das klingt nach Büro. Ist aber dein Schutzschild gegen Chaos.

Mehrsprachigkeit magento shopware – E-Commerce News – Tipps & Tricks – 🌍Internationalisierung: Mehrsprachige Shops und Multi-Währungsfunktion in Shopware und Magento umsetzen💱
3) Multi-Währung: Umrechnung ist der Anfang, nicht das Ziel
Viele Shops starten mit automatischer Umrechnung. Das ist okay, wenn du schnell testen willst. Aber sobald du ernsthaft skalierst, brauchst du Kontrolle. Kunden sehen Preispsychologie. 19,99 wirkt anders als 19,37. Und krumme Umrechnungspreise wirken schnell billig oder „unsauber“.
Du brauchst also eine klare Entscheidung: Rechnen wir um, oder pflegen wir eigene Preise pro Währung. Oder machen wir beides, je Produktgruppe. Zum Beispiel Standardprodukte per Umrechnung, Premiumprodukte mit festen, runden Preisen.
So legst du eine stabile Preislogik fest
- Definiere Umrechnungsquelle, zum Beispiel EZB-Kurs oder ein Provider
- Definiere Update-Frequenz, täglich, stündlich oder manuell
- Lege Rundungsregeln fest, zum Beispiel auf .99 oder .95
- Lege Mindestmargen fest, damit Kursschwankungen dich nicht auffressen
- Plane Sonderfälle, Gutscheine, Versandkosten, Gratisgrenzen, B2B-Preise
Mein Lieblingsfehler im echten Leben ist übrigens: Währung umstellen, aber Versandkosten bleiben in der Standardwährung. Dann steht da „9,90“ und keiner weiß ob Euro, Pfund oder Monopoly-Geld. Du lachst, aber ich habe das schon gesehen. Mehr als einmal.
4) Shopware: Sprachen, Verkaufskanäle, Währungen sauber aufsetzen
Shopware ist stark, wenn du Internationalisierung über Verkaufskanäle, Domains, Sprachen und Länder strukturierst. Das System zwingt dich fast dazu, einmal ordentlich nachzudenken. Das ist gut. Auch wenn man dabei kurz die Augen rollt.
Shopware Setup, das in der Praxis funktioniert
- Lege Sprachen an und weise sie Verkaufskanälen zu
- Lege Länder je Verkaufskanal fest, damit Checkout und Versand sauber bleiben
- Aktiviere mehrere Währungen pro Verkaufskanal und setze eine Standardwährung
- Definiere Umrechnungsfaktoren und prüfe Rundungen
- Entscheide, ob du währungsabhängige Preise pflegst oder umrechnest
In Shopware lohnt sich ein genauer Blick auf währungsabhängige Preise. Du kannst Preise an die Standardwährung koppeln und automatisch umrechnen lassen, oder du löst die Verknüpfung und pflegst eigene Preise pro Währung. Das ist Gold wert, wenn du in Märkten mit anderer Preispsychologie verkaufst.
Shopware Inhalte: CMS, Erlebniswelten, Textbausteine, E-Mails
Plane Übersetzungen für alles, was der Kunde sieht. Besonders fies sind diese Bereiche:
- Textbausteine im Theme, zum Beispiel Buttons und Fehlermeldungen
- E-Mail-Templates, Bestellbestätigung, Versand, Retoure, Passwort
- PDF-Dokumente, Rechnung, Lieferschein, Gutschrift, jeweils pro Sprache
- SEO-Felder, Meta Title, Meta Description, Slugs
Wenn du mehrere Verkaufskanäle pro Sprache nutzt, trenne Dokumentenvorlagen pro Kanal. Sonst hast du schnell gemischte Texte in Rechnungen. Und das ist genau die Art von „Kleinkram“, die später Supportzeit frisst.
5) Magento: Store Views, Locale und Währung richtig denken
Magento arbeitet mit einer klaren Struktur: Website, Store, Store View. Das klingt erstmal nach Mathe. Ist aber logisch. Du kannst damit saubere Sprachvarianten und Länder-Setups bauen, ohne dass du alles doppelt machen musst.
Wenn du dir unsicher bist, wie du Websites, Stores und Store Views trennst, schau in die deutschsprachige Admin-Dokumentation von Adobe Commerce. Das Prinzip gilt für Magento-Setups genauso.
Magento Setup-Tipps für Mehrsprachigkeit
- Lege pro Sprache mindestens eine Store View an
- Setze pro Store View ein passendes Locale, damit Datum, Zahlen und Texte stimmen
- Stelle sicher, dass der Store Switcher sichtbar und verständlich ist
- Plane Übersetzungsdateien und Content-Pflege, nicht nur Labels im Frontend
Magento Multi-Währung, worauf du achten solltest
Magento kann mehrere Währungen, inklusive Wechselkursen. Klingt easy. Aber du brauchst klare Regeln. Welche Währungen sind erlaubt. Welche ist Standard. Wie oft aktualisierst du Kurse. Wie rundest du Preise. Und wie verhält sich das mit Promotions, Staffelpreisen und B2B-Konditionen.
Ganz wichtig: Prüfe auch E-Mail-Ausgaben, PDFs und Backoffice-Darstellungen. Multi-Währung ist nicht nur eine Zahl am Produkt. Es ist ein Systemthema.
6) Steuern und Recht: Ohne Klarheit brennt der Support
International verkaufen heißt auch: Umsatzsteuer sauber abbilden. In der EU ist das Thema One-Stop-Shop für viele Shops ein Dreh und Angelpunkt. Du musst wissen, wann du welche Steuer berechnest, und wie du das in deinem Shop und in deinem ERP verbuchst.
Wenn du EU-Fernverkäufe machst, lies die Infos direkt beim Bundeszentralamt für Steuern. Das ist trocken, aber es spart dir falsche Annahmen.
Praxis-Tipps für Steuern im Shop
- Lege Länder und Steuerregeln pro Land sauber an, auch für reduzierte Steuersätze
- Prüfe Netto vs Brutto je Zielmarkt, B2B und B2C unterscheiden sich oft
- Teste Grenzfälle im Checkout, Lieferadresse in Land A, Rechnungsadresse in Land B
- Stelle sicher, dass dein ERP die gleiche Logik nutzt wie dein Shop
Ein Klassiker ist die falsche Steuer im Checkout, weil das Land im Verkaufskanal nicht korrekt zugewiesen ist. Das sieht man oft erst, wenn die erste echte Bestellung reinkommt. Und dann wird es hektisch. Deshalb: Testbestellungen je Land, vor Go-Live, mit echter Adresse.
7) SEO bei Mehrsprachigkeit: Sichtbar sein, ohne Doppelcontent
Mehr Sprachen bringen nur dann etwas, wenn Google dich richtig versteht. Du willst, dass Google jede Sprachversion sauber indexiert, ohne dass es sich gegenseitig kannibalisiert. Dafür brauchst du konsistente URL-Strukturen, klare Sprachzuordnung und gepflegte Metadaten.
SEO Basics, die du wirklich brauchst
- Saubere, sprechende URLs pro Sprache, nicht gemischte Slugs
- Konsequente interne Verlinkung innerhalb derselben Sprache
- Übersetzte Meta Titles und Meta Descriptions pro Sprache
- Übersetzte Kategorie- und CMS-Inhalte, nicht nur Produktnamen
- Keine Mischung von Sprachen in Filtern, Attributen und Fehlermeldungen
Und ja, ich sage es laut: Eine Sprachflagge ist kein Sprachkonzept. Flaggen zeigen Länder. Sprache ist Sprache. Deutsch wird in mehreren Ländern gesprochen. Englisch auch. Nutze also klare Sprachbezeichnungen im Switcher, zum Beispiel „Deutsch“, „English“, „Français“.
8) Checkout, Zahlarten und Vertrauen: Hier entscheidet sich alles
Du kannst den schönsten internationalen Shop bauen. Wenn Checkout und Zahlarten nicht zum Markt passen, war es das. Kunden kaufen dort, wo sie sich sicher fühlen. Und Sicherheit entsteht durch Gewohnheit. Das heißt: passende Zahlarten, klare Versandinfos, klare Rückgabe, klare Preise.
Was du pro Markt prüfen solltest
- Zahlarten, die dort Standard sind, zum Beispiel Rechnung, Lastschrift, lokale Wallets
- Versanddienstleister und Laufzeiten, realistisch, nicht Wunschdenken
- Rückgabeprozess, Sprache, Label, Adresse, Fristen
- Kontakt und Support, mindestens E-Mail und klare Reaktionszeiten
Wenn du Kommentare einsammeln willst, stell diese Frage unter deinem Post: Welche Zahlart ist in deinem Zielmarkt Pflicht. Und welche hat dich selbst schon mal vom Kauf abgehalten. Da kommen echte Storys. Und du lernst dabei mehr als aus jeder Theorie.
9) Betrieb und Pflege: So bleibt dein Setup stabil
Internationalisierung scheitert selten am ersten Go-Live. Sie scheitert daran, dass Pflege und Prozesse fehlen. Plötzlich gibt es neue Produkte, neue Kampagnen, neue Kategorien. Und nur die deutsche Version wird gepflegt. Die anderen Sprachen hängen hinterher. Dann wirken sie wie ein leerer Laden, in dem man sich nicht wohlfühlt.
Diese Prozesse machen dir das Leben leichter
- Klare Verantwortlichkeiten pro Sprache und Markt
- Regelmäßige Content-Checks, zum Beispiel wöchentlich
- Ein Freigabeprozess für Übersetzungen, mindestens Vier-Augen
- Monitoring für 404s, Weiterleitungen und Indexierung je Sprache
- Regelmäßige Testbestellungen je Markt, auch nach Updates
Beim Thema Wechselkurse gilt: Nutze eine verlässliche Quelle und dokumentiere deine Logik. Wenn du Kurse automatisiert aktualisierst, muss dein Controlling wissen, wann und wie das passiert.
Für offizielle Wechselkursinformationen und Zeitreihen ist die Deutsche Bundesbank eine solide Anlaufstelle.
10) Typische Stolperfallen, die du easy vermeiden kannst
Hier kommt die Liste, die du dir am liebsten an den Monitor klebst. Oder du schickst sie deinem Team. Oder beides. Ich verurteile niemanden.
- Sprachswitcher vorhanden, aber wichtige Seiten sind nicht übersetzt
- Preise werden umgerechnet, aber Rundung fehlt, dadurch wirkt alles „krumm“
- Versandkosten oder Gratisgrenzen sind in falscher Währung
- Steuerlogik passt nicht zu Lieferland und Kundentyp
- E-Mails und PDFs bleiben in der Standardsprache
- SEO-Metadaten sind nicht gepflegt, dadurch rankt nur die Hauptsprache
- Tracking pro Markt fehlt, du siehst nicht, wo der Funnel bricht
Wenn du gerade denkst „oh oh, zwei Punkte treffen schon zu“, dann bist du nicht allein. Schreib in die Kommentare, welcher Punkt dich am meisten nervt. Und sag dazu, ob du Shopware oder Magento nutzt. Ich antworte dir mit einem konkreten Fix, kein Bla Bla.
11) Go-Live Checkliste, kurz und schmerzlos
Du willst einen sauberen Start. Dann teste vor Go-Live pro Sprache und pro Währung einmal den kompletten Weg. Nicht nur Startseite. Wirklich den Weg bis zur Bestellung.
- Sprache: Navigation, Produktseiten, CMS, Fehlermeldungen, Checkout
- Währung: Produktpreis, Rabatte, Versand, Gutschein, Gesamtbetrag
- Steuern: richtige Anzeige im Warenkorb und in der Bestellbestätigung
- Zahlarten: Verfügbarkeit pro Land, saubere Texte, saubere Weiterleitungen
- E-Mails: Betreff, Inhalte, Links, Footer, rechtliche Angaben
- Dokumente: Rechnung und Lieferschein pro Sprache geprüft
- SEO: URLs, Meta-Daten, Indexierbarkeit, Weiterleitungen
Und jetzt du: In welchem Land willst du als Nächstes verkaufen. Und was ist dein größter Knoten im Kopf dabei, Sprache, Währung, Steuern oder Zahlarten. Schreib es als Kommentar. Wenn du willst, nenn auch kurz dein Setup, Shopware 6 oder Magento, plus Anzahl der Sprachen. Dann kann man richtig konkret werden.









Sehr guter Artikel! Was mir besonders gefallen hat: Die Betonung der kulturellen Unterschiede. Das wird oft vergessen. Ein französischer Kunde erwartet einfach andere Dinge als ein deutscher. Angefangen bei der Anrede (Duzen vs. Siezen) bis hin zu komplett anderen Erwartungen an Kundenservice und Rückgaberecht.
Wir haben das auf die harte Tour gelernt. Unser erster Launch in Frankreich war ein Flop, weil wir die Texte einfach 1:1 übersetzt haben, ohne sie kulturell anzupassen. Nach einer kompletten Überarbeitung mit einem französischen Native Speaker sind die Zahlen jetzt deutlich besser.
Mein Tipp: Holt euch für jeden Markt mindestens eine Person, die den Markt wirklich kennt. Das kostet, spart aber viel teurere Fehler!
@Fiete Harms: Wir haben die Migration letztes Jahr gemacht (von WooCommerce zu Shopware 6). Bei 1.500 Produkten ist das absolut machbar. Die Produktdaten zu migrieren war relativ straightforward, Kundendaten und Bestellhistorie waren etwas trickreicher. Insgesamt hat das Projekt etwa 3 Monate gedauert, inklusive Testing. Und ja, es hat sich definitiv gelohnt – Performance ist top und das Backend ein Traum!
Richtig guter Content! Wir haben unseren WooCommerce-Shop vor einem Jahr auf Mehrsprachigkeit umgestellt und es war… sagen wir mal, ein Abenteuer. WPML funktioniert grundsätzlich gut, aber die Performance leidet spürbar. Jetzt überlegen wir, ob ein Wechsel zu Shopware nicht sinnvoll wäre.
Hat jemand Erfahrung mit einer Migration von WooCommerce zu Shopware 6? Wie aufwändig ist das mit bestehenden Kundendaten und Bestellhistorie? Und vor allem: Lohnt sich der Aufwand bei ca. 1.500 Produkten?
Endlich mal ein Artikel, der das Thema realistisch betrachtet! Nicht alles rosa-rot, sondern mit allen Herausforderungen. Genau so muss das sein. 💯
Klasse Beitrag! Wir sind gerade mitten im Projekt und dieser Artikel bestätigt viele unserer Entscheidungen. Die Wahl fiel auf Shopware 6 und wir sind bisher sehr zufrieden. Was uns am meisten geholfen hat: Die strukturierte Herangehensweise. Erst alle Anforderungen sauber dokumentiert, dann die passenden Erweiterungen evaluiert, dann erst mit der Umsetzung begonnen.
Ein Punkt, der mir im Artikel fehlt: Das Thema Customer Accounts. Soll ein Kunde, der sich im deutschen Shop registriert hat, automatisch auch im französischen Shop einloggen können? Wir haben uns für getrennte Konten entschieden, weil die rechtlichen Implikationen zu komplex waren. Aber ich weiß, dass andere das anders handhaben.
@Ronja Feddersen: MSI in Magento ist mächtig, aber auch komplex! Wir haben das im Einsatz für 3 Lagerstandorte. Die Implementierung hat länger gedauert als geplant, aber jetzt läuft es stabil. Besonders die automatische Quellenzuweisung basierend auf Kundenstandort ist genial – spart enorm Versandkosten. Hier gibt’s übrigens auch einen guten Artikel zu Multi-Source-Inventory auf dieser Seite.
Super informativer Artikel! Was mich noch interessiert: Wie sieht es mit dem Thema Lagerhaltung aus? Wir haben Lager in Deutschland und Polen und überlegen, ob wir mit Multi-Source-Inventory arbeiten sollen. Hat da jemand Erfahrungen mit Magento?
@Thorben Lassen: Für Fashion mit dem Volumen würde ich klar zu Shopware tendieren. Das Backend ist für Marketing-Teams viel intuitiver und die Sales Channels sind perfekt für Multi-Country-Setups. Magento macht eher Sinn wenn du komplexe B2B-Anforderungen hast oder wirklich Enterprise-Level gehst. Für 3k Artikel und 4 Länder ist Shopware 6 ideal!
Cool, genau das Thema beschäftigt uns gerade! Kurze Frage an die Runde: Shopware 6 oder Magento 2 für einen Fashion-Shop mit ca. 3.000 Artikeln und geplantem Rollout in 4 EU-Länder?
Richtig guter Beitrag! Wir haben vor 2 Jahren unseren Magento-Shop internationalisiert und können vieles bestätigen. Was bei uns den größten Impact hatte: Die Lokalisierung der Produktbeschreibungen. Nicht nur übersetzen, sondern wirklich anpassen!
In Frankreich etwa wollen die Kunden viel mehr Details als in Deutschland. Unsere französischen Texte sind jetzt im Schnitt 40% länger als die deutschen – und die Conversion ist entsprechend gestiegen.
Und noch ein Punkt zum Thema Multi-Währung: Achtet unbedingt auf die Rundungsprobleme! Wir hatten anfangs Cent-Differenzen zwischen angezeigtem Preis und Warenkorbsumme. Klingt trivial, aber das kann zu Kundenbeschwerden und im schlimmsten Fall zu rechtlichen Problemen führen.
@Antje Voß: Wir haben das mit einem mehrsprachigen Chatbot gelöst. Für Standardanfragen (Lieferzeit, Tracking, Rückgabe) funktioniert das erstaunlich gut. Komplexere Anfragen werden auf Englisch beantwortet – das akzeptieren die meisten Kunden, wenn man freundlich ist. Besser als keine Internationalisierung!
Danke für diesen umfassenden Überblick! Wir sind ein kleines Familienunternehmen aus Wedel und haben uns lange nicht an die Internationalisierung getraut. Dieser Artikel macht Mut, dass es machbar ist!
Meine größte Sorge ist ehrlich gesagt der Kundenservice. Wie handhabt ihr das mit Anfragen in Fremdsprachen? Wir sind zu viert und niemand spricht perfekt Französisch oder Niederländisch. Reicht es, auf Englisch zu antworten, oder ist das ein No-Go?
Übrigens finde ich es super, dass im Artikel beide Systeme fair verglichen werden. Man merkt, dass hier Leute schreiben, die wirklich Ahnung haben und nicht einfach nur ein System pushen wollen. 👏
Mega Artikel! Was mich interessieren würde: Wie geht ihr mit dem Thema Steuern um? USt-ID-Prüfung für B2B, unterschiedliche Steuersätze, One-Stop-Shop… Das ist ja auch ein riesen Thema bei der Internationalisierung.
@Hannes Clausen: Ja klar! Die Shopware Agentur hier hat uns bei unserem Projekt super unterstützt. Von der Konzeption bis zum Go-Live alles aus einer Hand. Kann ich nur empfehlen, wenn man nicht alles selbst machen will oder kann.
Interessant, aber ehrlich gesagt überfordert mich das alles ein bisschen. Gibt es vielleicht eine Agentur, die sowas komplett umsetzt? 😅
Der Artikel spricht mir aus der Seele! Wir haben gerade den Relaunch unseres internationalen B2B-Shops hinter uns und können viele der genannten Punkte bestätigen. Besonders die kundenspezifischen Preislisten waren bei uns eine Herausforderung. In Magento haben wir das mit Shared Catalogs gelöst, aber die Komplexität ist enorm, wenn man das mit verschiedenen Währungen kombiniert.
Was im Artikel etwas kurz kommt: Die Bedeutung von Content-Management für internationale Shops. Wir haben auf ein Headless-Setup mit externem CMS gewechselt, um die Inhaltspflege zu vereinfachen. Dadurch können unsere Marketing-Kollegen Inhalte ohne Entwickler-Support in allen Sprachen pflegen. Hat unsere Time-to-Market massiv verbessert!
Spannende Lektüre! Meine Erfahrung mit Shopware 6 und Mehrsprachigkeit ist durchweg positiv. Was mich überrascht hat: Die automatische Währungsumrechnung funktioniert deutlich besser als erwartet. Wir haben feste Umrechnungskurse definiert und aktualisieren diese wöchentlich – das reicht für unsere Zwecke völlig aus.
Ein Tipp für alle, die noch am Anfang stehen: Fangt mit einem Land an und skaliert dann. Wir haben den Fehler gemacht, direkt 5 Länder gleichzeitig zu launchen. Das war ein organisatorisches Chaos. Besser: Ein Land richtig machen, Prozesse optimieren, dann das nächste Land angehen.
Ach ja, und investiert in gute Übersetzungen! Wir haben anfangs DeepL genutzt – für interne Zwecke okay, aber für Produkttexte definitiv nicht ausreichend. Muttersprachliche Übersetzer mit E-Commerce-Erfahrung sind jeden Cent wert.
@Momme Behrens: Das klingt nach einem Caching-Problem. Bei Magento muss das Caching für mehrsprachige Setups speziell konfiguriert werden. Varnish ist fast Pflicht. Außerdem: Flat Tables aktiviert? Indexer auf „Update on Schedule“? Wenn du da Unterstützung brauchst, kann ich eine Magento-Agentur empfehlen, die haben uns damals auch geholfen.
Kann jemand was zur Magento-Performance sagen? Wir haben aktuell massive Ladezeit-Probleme seit der Mehrsprachigkeit aktiviert wurde. Server ist eigentlich ausreichend dimensioniert (Dedicated, 32GB RAM).
Mega hilfreich! Genau sowas habe ich gesucht. Wir launchen nächsten Monat in Österreich! 🎉
Hervorragender Artikel! Besonders der Hinweis auf die Preispsychologie bei verschiedenen Währungen ist Gold wert. Wir haben lange gebraucht, bis wir verstanden haben, dass 29,99€ eben nicht einfach 31,99 CHF sein kann. In der Schweiz funktionieren gerade Preise oft besser. Solche kulturellen Unterschiede werden massiv unterschätzt.
Was ich noch ergänzen möchte: Die Wahl des richtigen Payment-Providers ist entscheidend! Nicht jeder Anbieter unterstützt alle Währungen und Zahlungsmethoden. In den Niederlanden etwa ist iDEAL quasi Pflicht, in Belgien Bancontact. Wer das ignoriert, verliert einen großen Teil potenzieller Kunden.
Zum Thema Zahlungsmethoden im Onlineshop gibt es hier übrigens auch einen guten Beitrag.
@Jan-Hendrik Kruse: Kommt drauf an, was du vorhast! Wir haben auch „nur“ 150 Artikel, aber verkaufen mittlerweile in die Schweiz, nach Österreich und in die Niederlande. Mit Shopware war das Setup überraschend einfach. Gerade für kleinere Shops kann die Internationalisierung ein echter Wachstumshebel sein!
Naja, bei unserem kleinen Shop mit 200 Produkten scheint mir das alles etwas überdimensioniert…
Wir haben unseren Shop letztes Jahr internationalisiert und ich kann jedem nur raten: Plant mindestens das Dreifache der Zeit ein, die ihr ursprünglich kalkuliert habt! Die technische Umsetzung war bei uns tatsächlich der kleinere Teil. Die echten Zeitfresser waren:
1. Übersetzungen: Nicht nur Produkttexte, sondern auch alle Systemmeldungen, E-Mails, AGB, Datenschutz etc.
2. Bilder: Manche Produktbilder mussten für andere Märkte angepasst werden (Größenangaben, Netzstecker auf Fotos etc.)
3. SEO: Jede Sprachversion braucht eigene Meta-Daten, hreflang-Tags müssen korrekt gesetzt werden
4. Testing: Checkout-Prozess in jeder Sprache/Währung testen ist enorm aufwändig
5. Kundenservice: Können wir Anfragen in allen Sprachen beantworten?
Trotzdem: Es hat sich gelohnt! Unser Umsatz aus dem Ausland macht mittlerweile 40% aus.
Top Artikel! Die Multi-Währungsfunktion in Shopware 6 ist wirklich ein Game-Changer. 🚀
Danke für den ausführlichen Artikel! Kurze Frage: Wie sieht es mit der Performance aus, wenn man viele Sprachen und Währungen gleichzeitig betreibt? Wir planen 8 Sprachen…
Richtig starker Content! Was mich besonders beeindruckt hat, ist die differenzierte Betrachtung von Shopware und Magento. Wir haben beide Systeme im Einsatz (verschiedene Projekte) und kann bestätigen, dass es wirklich auf den Use Case ankommt.
Magento ist bei uns für einen B2B-Kunden mit komplexen Preisstrukturen im Einsatz – da spielt das System seine Stärken voll aus. Die Möglichkeit, länderspezifische Kataloge mit individuellen Preisen und Währungen zu pflegen, ist genial. Aber: Der Pflegeaufwand ist nicht zu unterschätzen.
Shopware nutzen wir für einen mittelständischen B2C-Shop. Hier überzeugt vor allem die Benutzerfreundlichkeit im Backend. Unsere Kunden können nach kurzer Einweisung selbst neue Sprachen anlegen und Inhalte übersetzen.
Mein Fazit: Für KMUs mit überschaubarem Produktsortiment ist Shopware oft die bessere Wahl. Bei Enterprise-Projekten mit komplexen Anforderungen führt kaum ein Weg an Magento vorbei.
Übrigens: Wer sich für die technischen Details interessiert, dem empfehle ich auch den Artikel über Magento vs. WooCommerce vs. Shopware hier im Blog. Sehr aufschlussreich!
@Finn-Ole Brodersen: Ja, das kennen wir auch! Bei Shopware kannst du mit den Regeln und dynamischen Produktgruppen arbeiten. Wir haben das so gelöst, dass Produkte automatisch aus bestimmten Verkaufskanälen ausgeblendet werden, wenn sie bestimmte Eigenschaften haben. Funktioniert zuverlässig, auch wenn die Einrichtung etwas Zeit kostet.
Moin! Haben das Thema letzte Woche intern diskutiert. Der Artikel kommt wie gerufen. Eine Frage hätte ich noch: Wie handhabt ihr das mit länderspezifischen Produktvarianten? Bei uns im Lebensmittelbereich haben wir das Problem, dass manche Produkte gar nicht in alle Länder verkauft werden dürfen (unterschiedliche Zusatzstoffe etc.). Gibt es da elegante Lösungen in Magento oder Shopware?
Interessant! Wir nutzen Shopware 6 und sind mit der Mehrsprachigkeit sehr zufrieden. Die Verwaltung der verschiedenen Verkaufskanäle ist wirklich intuitiv gelöst.
Als E-Commerce-Berater kann ich die im Artikel genannten Punkte nur unterstreichen. Was mir allerdings fehlt, ist die Betrachtung der rechtlichen Aspekte bei der Internationalisierung. Jedes Land hat andere Anforderungen an Impressum, Widerrufsbelehrung, Cookie-Banner und Datenschutz. Das wird oft vergessen und kann richtig teuer werden. Wir hatten einen Kunden, der ohne rechtliche Prüfung nach Österreich expandiert hat – das Ergebnis waren drei Abmahnungen innerhalb des ersten Monats. Also: Neben der technischen Umsetzung unbedingt auch einen auf internationales E-Commerce-Recht spezialisierten Anwalt hinzuziehen!
Super hilfreicher Beitrag! 👍 Wir stehen gerade vor genau dieser Entscheidung – Shopware oder Magento für unseren geplanten Europarollout.