WooCommerce-Kategorieseiten sind aus SEO-Sicht oft das, was im Search Console-Bericht „Crawled — currently not indexed“ landet: zu wenig Content, zu generische Texte, zu schwach von relevanten Keywords getragen. Die Standard-Lösung — eine kurze Beschreibung oben — reicht für Google längst nicht mehr. Wir zeigen dir, wie du zusätzlich unterhalb der Produktliste einen ausführlichen Content-Block einbaust, der echten Mehrwert liefert und damit für Ranking-Sprünge sorgt.
Sowohl aus SEO Sicht aber auch für die Kunden ist es sinnvoll, sowohl oben als auch unten Content anzuzeigen auf WooCommerce Produkt Kategorieseiten.
Wie wir auch zusätzlich zur „normalen Beschreibung oben“ auch unten Content anzeigen können iust hier erklärt:
Schritt 1: Kategorie-Metadaten hinzufügen
Verwenden Sie ein Plugin wie „Advanced Custom Fields“ (ACF) oder erstellen Sie benutzerdefinierte Felder in der functions.php, um benutzerdefinierte Inhalte für jede Kategorie zu speichern. Hier ist ein Beispiel mit ACF:
- Installieren und aktivieren Sie das Advanced Custom Fields-Plugin.
- Erstellen Sie benutzerdefinierte Felder für die Kategorie-Seiten.
- Gehen Sie zu „Feldgruppen“ > „Neu hinzufügen“.
- Erstellen Sie eine neue Feldgruppe, z.B. „Kategorieinhalte“.
- Fügen Sie ein Feld hinzu, z.B. „Inhalt unten“, Typ WYSWYG Editor.
- Stellen Sie die Feldgruppe so ein, dass sie nur für Produktkategorien angezeigt wird.
Schritt 2: Anpassung der functions.php
- Öffnen Sie die
functions.php-Datei Ihres aktiven Themes. - Fügen Sie den folgenden Code hinzu, um den benutzerdefinierten Inhalt für jede Kategorie anzuzeigen:
// Content below the category
add_action('woocommerce_after_main_content', 'add_custom_content_below_category', 5);
function add_custom_content_below_category() {
if (is_product_category()) {
$term = get_queried_object();
$content_below = get_field('inhalt_unten', 'product_cat_' . $term->term_id);
if ($content_below) {
echo '<div class="custom-category-content-below">';
echo $content_below;
echo '</div>';
}
}
}
Erklärung des Codes:
get_queried_object(): Diese Funktion erhält das aktuelle Kategorie-Objekt.get_field('inhalt_unten', 'product_cat_' . $term->term_id): Diese Funktion ruft das benutzerdefinierte Feld „Inhalt unten“ für die aktuelle Kategorie ab.
Schritt 3: Kategorieinhalte hinzufügen
- Gehen Sie zu „Produkte“ > „Kategorien“.
- Bearbeiten Sie eine Kategorie.
- Fügen Sie den benutzerdefinierten Inhalt in das Feld „Inhalt unten“ ein.
Schritt 4: Testen
Besuchen Sie verschiedene Kategorieseiten in Ihrem WooCommerce-Shop, um sicherzustellen, dass der spezifische Inhalt für jede Kategorie angezeigt wird.
Diese Methode ermöglicht es Ihnen, für jede Produktkategorie im WooCommerce-Shop unterschiedlichen Inhalt sowohl oberhalb als auch unterhalb der Kategorieseite anzuzeigen.
Variante ohne Plugin (functions.php only)
Wenn du kein zusätzliches Plugin installieren willst, kannst du die Lösung komplett in der functions.php deines Child-Themes umsetzen. Voraussetzung: WordPress-Term-Meta-API (seit WP 4.4 verfügbar).
// 1. Eingabefeld auf "Kategorie bearbeiten"
add_action('product_cat_edit_form_fields', 'stm_pcat_content_below_field', 10, 2);
function stm_pcat_content_below_field($term) {
$val = get_term_meta($term->term_id, 'stm_content_below', true);
?>
<tr class="form-field">
<th><label for="stm_content_below">Content unten</label></th>
<td><?php wp_editor($val, 'stm_content_below', ['textarea_rows' => 10]); ?></td>
</tr>
<?php
}
// 2. Speichern
add_action('edited_product_cat', 'stm_pcat_save_content_below');
function stm_pcat_save_content_below($term_id) {
if (isset($_POST['stm_content_below'])) {
update_term_meta($term_id, 'stm_content_below', wp_kses_post($_POST['stm_content_below']));
}
}
// 3. Ausgabe unter der Produktliste
add_action('woocommerce_after_shop_loop', 'stm_pcat_render_content_below', 999);
function stm_pcat_render_content_below() {
if (!is_product_category()) return;
$term = get_queried_object();
$val = get_term_meta($term->term_id, 'stm_content_below', true);
if ($val) {
echo '<div class="stm-category-content-below">' . do_shortcode($val) . '</div>';
}
}
Performance- und Indexing-Hinweise
- Cache-Aware schreiben:
get_term_meta()wird automatisch gecached, also kein Performance-Hit auf gut konfigurierten Servern. - Lazy-Loaded Inhalte vermeiden: Google indexiert den Content nur, wenn er im initialen HTML steht — keine JavaScript-Hydration.
- Strukturierte Daten: für FAQ-Sektionen unter der Produktliste
FAQPage-Schema mitschicken (über Yoast oder ein Schema-Plugin), damit Rich-Snippets ausgelöst werden können. - Image-Lazyload nur für Inhalte außerhalb des Viewports — Hero-Bilder im Above-the-fold müssen eager geladen werden (LCP-relevant).
Was im Content unten wirklich rein gehört
Ein typischer hochwertiger Block hat:
- 250–400 Worte Fließtext mit den 2–3 Haupt-Keywords der Kategorie.
- Eine kurze H3-strukturierte FAQ-Sektion (3–5 Fragen) — bringt Featured-Snippet-Chancen.
- Crosslinks zu thematisch verwandten Kategorien.
- Trust-Signale: Versand-Hinweise, Garantien, Beratungs-Hotline.
Häufige Fragen
Schadet duplizierter Content unten?
Wenn du den gleichen Block auf 20 Kategorien kopierst — ja. Pro Kategorie individueller Text ist Pflicht, sonst greift Googles Duplicate-Content-Filter.
Soll der Content auch in der Sitemap erwähnt werden?
Indirekt ja — der Inhalt erhöht die Relevanz der URL, die Sitemap selbst enthält aber nur die URL, nicht den Content.
Kann ich Block-Editor (Gutenberg) statt TinyMCE nutzen?
Ja, mit dem ACF-Pro-Flexible-Content-Feld oder dem nativen wp_editor() in HTML-Modus. Etwas mehr Setup, dafür Block-konsistent.
Wie messe ich den Erfolg?
In der Search Console pro Kategorie die Impressionen + durchschnittliche Position vergleichen — vor und nach Einbau des Bottom-Contents. 6–8 Wochen Beobachtungsfenster ist realistisch für Ranking-Bewegungen.
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